Steelseries Diablo3 Maus Review
Von: Heiko Schultheiss am 20.01.2012
Praxistest
Im Praxistest testen wir die Maus wieder mit Battlefield 3, Starcraft 2 und natürlich im Office-Betrieb. Zuerst wurde die allgemeine Performance im Tagesbetrieb getestet. Hierbei liefert die Diablo Maus ein gutes Ergebnis, die Zusatztasten auf der Daumenseite sind sehr gut platziert und lassen sich so auch beide angenehm nutzen – nicht nur beim Surfen für Browser forward/backward. Beim Strich-Test in Paint leistet sich der Gaming-Laser keinen Ausreißer, dabei spielt es keine Rolle, ob auf einem Stoffpad oder einer Hartplastikunterlage.
Dank dpi-Schalter und entsprechender Hinweis-LED kann für eine präzise Eingabe leicht die Auflösung gesenkt werden. Gerade für Bildbearbeitung und co. ist dies ein nützliches Feature. Beim Ein-Pixel-Test kam die Diablo Maus ebenso gut zurecht wie ihre größere Variante. Hierbei legen wir eine Markierung an, z.B. in Paint ein Fenster, und versuchen dies eben um nur einen Pixel weiter zu verschieben. Erst bei einer Auflösung größer 3000 dpi wird diese Aktion erschwert, bedingt durch die hohe Abtastung. Der Sensor an sich hatte allerdings keine Probleme. Gut gefiel uns auch die Gestaltung des Mausrads, durch seine einzigartige Form bringt man nicht nur noch mehr Diablo in die Maus, sondern bekommt auch einen hervorragenden Halt. Die Rastungen des Rads sind deutlich zu spüren, ohne zu lasch oder zu stramm zu wirken.
Wir hoffen, dass wir bald auch einen Bericht mit der Maus über Diablo 3 veröffentlichen können, doch bis dahin müssen wir uns andere Kandidaten aussuchen. Starcraft 2 spielten wir bei einer Auflösung von 1000dpi und 1000 Hz. Hier beurteilen wir die dauerhafte Präzision. Nach einer kurzen Umstellung auf die neue Maus geht alles tadellos von der Hand. Eine genaue Auswahl der Einheiten oder das Anklicken nur einer besteht der Laser ohne große Mühen. Vorteilhaft sind die sehr gut angebrachten Zusatztasten, die auch während des Spiels optimal genutzt werden können. Beide Tasten reagieren sauber und sind gut voneinander zu unterscheiden. Angelegte Makros werden ohne Mühe abgerufen und ausgeführt. Gut gefällt die Antirutschbeschichtung der Tasten, selbst nach stundenlangem Spielen und mit leicht schwitzigen Händen hat man einen guten Halt. Feuchte Hände hinterlassen allerdings gut sichtbare Fingerabdrücke, welche jedoch mit einem Tuch schnell wieder entfernt werden können.
In Battlefield spielten wir mit 1500 dpi und ebenfalls einer Abtastrate von 1000 Hz. Hier kam es uns auf die Geschwindigkeit an, nimmt der Zeiger die Mausbewegungen an und wie liegen die Druckpunkte der Diablo Maus. Gerade im Shooter-Bereich ist eine geringe Lift-Off-Distance (LOD) wichtig. Hat man bei der Sensei die Möglichkeit, diese leicht anzupassen, ist diese bei der Diablo Maus fest auf ca. 1mm eingestellt. Dies stellt sich auch in der Praxis als mehr als ausreichend heraus. Auch wenn die Diablo Maus für Diablo ausgelegt ist, hat sie mit dem schnellen Shooter keine Probleme. Der Sensor arbeitet hervorragend auf allen getesteten Stoff- und Hartplastikpads. Die drei großen Gleitfüße verhelfen zu schnellen Bewegungen, die nahezu lautlos sind. Auch in BF3 belegten wir die daumenseitigen Tasten mit Aktionen, auch in brenzligen Situationen hat man immer im Gefühl, welche der beiden man nun betätigt. Nach dem Druck gibt es ein gutes Klick-Feedback. Die beiden Haupttasten reagieren schnell und haben einen guten Druckpunkt. Die Tasten selbst federn leicht vor, sodass man minimal auf den Druckpunkt "wartet", wie man es von den meisten Mäusen kennt. Vergleichen wir die Haupttasten mit der Sensei, welche an jeder Stelle der Taste sauber auslöst und das ohne Vorspannung, hat man bei der Diablo Maus einen großen Bereich an den äußersten Flächen, in denen es viel Weg benötigt, damit die Taster auslösen. In Anbetracht dessen, dass die Diablo Maus "nicht" für Shooter entwickelt worden ist, ist dieser Umstand aber vernachlässigbar.
Bleibt abzuwarten, was für eine Figur die Maus in Diablo 3 macht, wenn sie bereits jetzt erstklassig funktioniert.
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Subjektive Meinung des Testers:
Die Diablo Maus hat ein einzigartiges Design unter den Mäusen, was sie aus jeder Sicht zu etwas Besonderem macht. Wie schon bei der Sensei war ich überrascht, wie gut eine symmetrische Maus in der Hand liegen kann, da mich dies bisher noch nicht überzeugt hat. Außerdem überzeugt mich die hohe Verarbeitungsqualität, denn ich hatte bisher schon einige Mäuse, die nicht all zu lange gehalten haben bzw. bald nicht mehr so präzise reagierten.
Fazit:
Die Diablo 3 Maus sieht gut aus, fühlt sich dank ihrer Antirutschbeschichtung gut an und liefert eine sehr gute Performance ab. Mit der Diablo 3 Maus bringt Steelseries eine abgeschwächte Version ihrer preisgekrönten Sensei bzw. Xai. Dies erlaubt einen sehr guten Verkaufspreis von 50 Euro. Für dieses Geld bekommt man eine sehr hohe Verarbeitungsqualität, symmetrisches Design, einen sehr guten Laser und präzise Tasten mit gutem Feedback. Die Taster, welche für 10 Millionen Klicks ausgelegt sind, versprechen eine hohe Lebenserwartung, ebenso das doppelt geschirmte Kabel. Weniger überzeugen konnte der magere Treiber, welcher nur zum Verändern der dpi-, der Abtastrate und der Beleuchtung dient (abgesehen von verschiedenen Profilen). Zeigerbeschleunigung und Zugriff auf die Bildlaufgeschwindigkeit des Mausrads währen noch wünschenswert. Der einzige Kritikpunkt an der Maus selbst sind die schwammigen Standard-Tasten im vorderen Bereich der Fingerauflage.
20.01.2012




